Behandlung

Behandlung nach der LAL-Operation (Licht-adjustierbare Linse)

In örtlicher Betäubung wird die alte, trübe und undurchsichtige Linse durch einen kleinen Schnitt mit einer Art Ultraschall zerkleinert und abgesaugt, anschließend wird an ihre Stelle die Licht-adjustierbare Linse (Light adjustable lens, LAL) eingesetzt.

Nach der Operation muss der Patient bis zur Linsenfixierung eine spezielle Sonnenbrille tragen, da die Linse besonders lichtempfindlich ist. Wenn etwa zwei Wochen nach der Operation die Wundheilung abgeschlossen ist, wird die Sehstärke erneut überprüft. Weicht diese vom Idealwert einer hundertprozentigen Sehkraft ab, wird die Linse nachjustiert. Wenn der Patient noch kurzsichtig ist, wird bei der Justierung das UV-Licht so eingestellt, dass sich die Linse zusammenzieht. Bei einer Weitsichtigkeit wird die Linse durch das Licht gedehnt. Pro Dioptrie dauert die Linsenanpassung ca. vierzig Sekunden. 

In der Nachuntersuchung am nächsten Tag wird das Ergebnis mit einem Sehtest in der Augenklinik überprüft. Erst wenn die ideale Sehschärfe erreicht ist, erfolgt eine weitere Lichtbestrahlung, die die Experten als "lock in" ("Festzurren") bezeichnen. Diese erneute Bestrahlung mit intensiverem Licht fixiert die Linse in der optimalen Form und konserviert auf diese Weise die Sehschärfe. Das Prinzip lässt sich mit der Maßanpassung eines Designeranzuges vergleichen.